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Debeka und Hilda-Gymnasium vereinbaren Schulpatenschaft
Auftaktveranstaltung mit 11 Koblenzer Schulen
Angesichts rückläufiger Schülerzahlen, drohendem Fachkräftemangel und vielfach problematischer Übergänge in den Beruf sind Schulen und Unternehmen mehr denn je gefordert, eng zusammenzuarbeiten. Unternehmen beklagen häufig die unzureichende Ausbildungsreife von jungen Menschen, Schulen wünschen sich ein stärkeres Engagement der Betriebe, um den Schülern die Anforderungen der Wirtschaft näher zu bringen und Einblicke in die Praxis zu ermöglichen. Hier setzen sogenannte Schulpatenschaften an, die von der Industrie- und Handelskammer Koblenz (IHK) und der Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT Rheinland-Pfalz ins Leben gerufen wurden. Die Debeka, größter privater Arbeitgeber in Koblenz, hat jetzt mit elf Koblenzer Schulen entsprechende Vereinbarungen getroffen, um die Schüler besser auf die Zukunft vorzubereiten. Im Rahmen der neuen Patenschaften wird das Unternehmen in bestimmten Klassen schulische Maßnahmen rund um die Themen Berufsvorbereitung, Einstellungstests, Vorstellungsgespräche, Ausbildungsmöglichkeiten und soziale Sicherung durchführen.
"Die Schulpatenschaften sind für die Schulen und die Debeka ein guter Weg, Kontakt miteinander zu knüpfen und sich verbindlich auf Schwerpunkte in der Zusammenarbeit zu einigen", erklärte Thomas Brahm, Vorstandsmitglied der Debeka, am 29. September 2011 anlässlich einer Auftaktveranstaltung, die in den Räumen der Debeka-Hauptverwaltung zusammen mit Vertretern der teilnehmenden Schulen und der IHK durchgeführt wurde. Besonders wichtig sei dabei, so Brahm weiter, dass beide Partner immer gleichberechtigt seien und die Unabhängigkeit der Schulen stets gewahrt bleibe.
Für die Schulen entstehen mit den Bündnissen zahlreiche Vorteile, wie praxisnahe Unterrichtseinheiten für die Schüler, zum Beispiel beim Thema soziale Sicherung als ideale Einbindung in den Sozialkundeunterricht oder beim Thema Berufsvorbereitung, wo den Schulen und Schülern die Anforderungen der einstellenden Unternehmen näher gebracht werden. Hier sieht Brahm, der auch Personalvorstand der Debeka ist, zusätzliche Chancen, neue Auszubildende für das Koblenzer Unternehmen rekrutieren zu können. Schließlich stellt die Debeka allein in der Region Koblenz jährlich rund 70 neue Lehrlinge ein. Bundesweit beschäftigt sie über 2.000 Auszubildende und ist damit der größte Ausbilder in der Versicherungsbranche.