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Das Modellprojekt SINUS
Die Arbeit des Fachbereichs Mathematik ist eng verzahnt mit der Teilnahme des Hilda-Gymnasiums am SINUS- Modellprojekt, dessen Ziel eine Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts ist.
Im Rahmen der Teilnahme konzentrieren wir uns auf die Aspekte Sichern von Grundwissen und Öffnen von Aufgaben.
Tägliche Übungen
Um diese Ziele zu erreichen führen wir in fast allen Klassen regelmäßig so genannte Tägliche Übungen durch. Mathematisches Argumentieren, Modellieren, Problemlösen, aber auch das Darstellen von Sachverhalten und das Kommunizieren erfordern als ein Werkzeug neben anderen ein fundiertes mathematisches Grundwissen der Schülerinnen und Schüler, das sofort abrufbar ist. Das Grundwissen scheint dann besser verfügbar zu sein, wenn es kontinuierlich angewendet und geübt wird. Daher versuchen wir, zu Beginn jeder Unterrichtsstunde 5 Minuten für die Täglichen Übungen zu verwenden.
Die Schülerinnen und Schüler lösen kurze Aufgaben, die Stoff aus frühren Themen beinhalten (u.U. Inhalte aus vergangenen Schuljahren). Anschließend korrigieren sie selbstständig diese Aufgaben.
Sie erhalten so eine Rückmeldung über die eigenen Stärken, aber auch über die Defizite. Die Lehrerinnen und Lehrer erhalten ebenfalls Einblick in die vorhandenen Schwächen und können entsprechend reagieren. Im Sinne einer Stärkung der Eigenverantwortlichkeit sollen die Lernenden aber zunächst individuell versuchen, mögliche Schwächen anzugehen. Erst bei anhaltendem Misserfolg handeln die Lehrerinnen und Lehrer.
Öffnung von Aufgaben
Um die in den Bildungsstandards proklamierten mathematischen Kompetenzen zu erreichen, ist eine Öffnung der Aufgaben notwendig.
Offene Aufgaben zeichnen sich dadurch aus, dass die Schülerinnen und Schüler einerseits eigene Fragestellungen zu den Problemen entwickeln können. Zudem können die Lernenden viele verschiedene kreative Lösungswege gehen, um einen mathematischen Sachverhalt zu klären. Die dargebotenen Probleme sind oft sehr anwendungsorientiert, sie entspringen den Lebensbereichen der Lernenden. Das Bild zeigt im Prinzip schon eine offene Aufgabe.
Aber auch innermathematische Probleme haben eine hohe intrinsische Motivation und werden daher als Aufgaben den Schülerinnen und Schülern präsentiert.
Um insbesondere die Modellbildungs- und Problemlösungskompetenz der Lernenden zu erweitern, ist das Entwickeln von Strategien des Problemlösens und des Präsentierens von mathematischen Modellen und Lösungen zu fördern. Auch dieses Ziel einer mathematischen Kommunikativität wird durch die regelmäßige Durchführung offener Aufgaben gefördert, da die Schülerinnen und Schüler die unterschiedlichen Lösungswege darstellen müssen und hinterher jeweils Vor- und Nachteile erörtern sollen.
Das Bild mit den Ballons kann für eine schöne offene Aufgabe genutzt werden. Untersuchungsaspekte könnten sein:
- Wie viele Ballons sieht man?
- Welchen Durchmesser hat der große Ballon, der sich aus den kleinen zusammensetzt?
- Wie viele Ballons wären notwendig, damit eine der Personen abhebt?
- ... es fällt Ihnen bestimmt noch etwas ein!